Die Müllabfuhr auf den Inseln

Für uns sind Dinge des Alltags ja oft selbstverständlich geworden. Zum Beispiel unsere Abfälle: wir trennen unseren Müll und werfen ihn in die Mülleimer, und wenn diese voll sind, bringen wir sie raus zur Mülltonne. Die Tonnen werden dann regelmäßig von den netten Frauen und Männern der Müllabfuhr geleert.

Wie ist das auf den deutschen Nordseeinseln? Da wird es doch wohl keine große Müllverbrennungsanlage geben? In diesem Artikel schauen wir uns diese Helden des Alltags mal genauer an.

Auf den deutschen Nordseeinseln wird bei der Müllabfuhr unterschieden zwischen einer autofreien Insel und einer befahrbaren Insel. Auf den Inseln, auf denen Autos erlaubt sind, wird der Müll so wie auf dem Festland mit dem Müllwagen abgeholt. Dann geht es weiter zur Mülldeponie, wo der Müll vorsortiert wird. Denn es macht ja Sinn, dass Dinge wie z.B. Plastik in einer Presse klein gepresst werden, um Platz zu sparen und es besser transportieren zu können. Wenn der Müll dann so weit vorbereitet ist, dass er weiter transportiert werden kann, wird er auf ein Schiff einer Reederei oder Autofähre gebracht. Eine Müllverbrennungsanlage oder eine riesige Müllkippe gibt es auf den Inseln aus Platzgründen nicht. Wenn der Müll das Festland erreicht hat, wird er auf dem Straßenweg zur nächsten Müllstation gebracht.

Aber wie funktioniert das bei den autofreien Inseln?

Wie vieles auf den autofreien Inseln hat auch die Müllabfuhr dort einen leichten Touch von vergangenen Zeiten. Wenn dort der Müll abgeholt wird, hört man nämlich Hufgetrappel. Denn auf den autofreien Nordseeinseln wird der Müll mit der Pferdekutsche abgeholt. Zwei starke Pferde ziehen die Müll-Kutsche, die meist aus einem Anhänger und manchmal auch aus einem kleinen Mini-Container besteht. Größerer Sperrmüll und Säcke kommen auf die Anhänger. Mülltonnen werden wie bei den Müllautos in den Container ausgekippt. Dann geht es trapp trapp trapp zur Mülldeponie. Auch hier wird der Müll wieder sortiert, vorbereitet und später aufs Schiff verladen.

Bio-Müll bleibt übrigens in der Regel auf den Inseln. Dieser wird kompostiert und als Erde für den Garten wieder verkauft. Ziemlich clever und gut für die Umwelt.

 

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